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Schopftintling (Coprinus comatus)

Kulturträuschling (früher auch Braunkappe)
Schopftintlinge, Anbau im Garten

Der Schopftintling wird auch Spargelpilz oder Tintenpilz genannt. Schopftintlinge haben ausgeprägt schuppige Hüte und wachsen meist in Büscheln, mit Exemplaren bis zu ca. 20 cm Höhe inkl. Stiel. Der Stiel ist hohl. Die Fruchtkörper vom Schopftintling zerfließen im Reifezustand tintenartig schwarz.

 

In der Literatur wird der Schopftintling meist als ein Pilz beschrieben, der gar nicht im Garten angebaut werden kann.

Wir haben uns aber der Herausforderung gestellt und es probiert. Das Ergebnis: Es ist doch möglich, den Schopftintling im Garten mit einfachen Mitteln anzubauen.

Das geht in etwa so: Man setzt eine Kultur aus Pilzbrut vom Schopftintling mit Strohpellets in einem gelöcherten Beutel an. Die Brut wächst in wenigen Wochen (bei Zimmertemperatur) in die Strohpellets ein. Dann wird die Kultur in gutem Gartenboden eingegraben. Nach einigen Wochen oder Monaten erscheinen die ersten Schopftintlinge, meist im Frühherbst. Im Abstand von 10 bis 14 Tagen gibt es nun einige Erntewellen. Die erste Ernte ist wie üblich im Pilzanbau auf Substraten die größte. Ob im Folgejahr noch weitere Schopftintlinge erscheinen, ist abhängig von den im Substrat und im Boden vorhandenen Nährstoffen.

 

Der Schopftintling kann je nach Monat des Ausbringen der Kultur und Witterung von April bis November fruchten, Hauptertragszeit ist meist im September. Ein Ausbringen der durchwachsenen Kultur empfiehlt sich von April bis August.

Eine Anleitung zum Anbau von Schopf-Tintlingen finden Sie hier.

 

Schopfintlinge sind leider kaum lagerfähig, da sie bei später Ernte zu schwarzer Sporenflüssigkeit, “Tinte” zerfliessen. Ein Anbau lohnt sich aber trotzdem, weil der Pilz sehr leicht anzubauen ist und wirklich ein sehr guter Speisepilz ist.

Schopftintlinge sollten wenige Stunden nach der Ernte verzehrt werden. Obere Stielteile können auch gut mitverzehrt werden. Um den rechtzeitigen Erntezeitpunkt nicht zu verpassen, sollte geerntet werden, solange sich der Hut noch nicht vom Stiel gelöst hat. Danach wird es allerhöchste Zeit für Ernte und Verbrauch.

Früh geerntete Tintlinge können im Dörrapparat gut getrocknet werden, sie ergeben dann sehr würzige Trockenpilze und können als Nahrungsergänzung oder als Würzpulver verwendet werden.

 

 

 

 

 

 

 

Steckbrief Schopftintling

Geschmack und Zubereitung:

Ein würziger Pilz, auch die Stiele können mitverzehrt werden. Die Pilze sind kaum lagerfähig, man muss sie jung ernten und nach wenigen Strunden verzehren. Man kann die Pilze dörren (trocknen).

Produktion und Handel:

Da der Pilz nicht gelagert werden kann, wird er nicht als Frischpilz produziert. Pilzpulver und Trockenpilze sind im Handel erhältlich.

Anbau im Garten:

Gelingt leicht. Vorkultur auf Strohpellets im Haus erforderlich.

Unsere Produkte:
Pilzbrut vom Schopftintling

 

© Nicola Krämer, Pilzbrut und Anbauberatung seit 1999