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Austernpilz (Pleurotus ostreatus)

Der Austernpilz ist ein heimischer Pilz. Er wächst im höheren Bereich von abgestorbenen Laub-Bäumen, aber auch an Stubben. Austernpilze wachsen in dichten Trauben oder Büscheln. Die Pilzbrut, die wir anbieten, ist eine sog. Ganzjahressorte des Pleurotus ostreatus, d.h. sie kann von niedrigen bis zu sommerlichen Temperaturen fruchten. Bei großer Wärme ist zum Fruchten lediglich viel Feuchtigkeit für die Stämme wichtig.

Die beiden Bilder links zeigen die gleiche Gewächshauskultur im Abstand von zwei Tagen. (Topfkultur, Strohpellets mit Körnerbrut). Die Farbe der Fruchtkörper ist zunächst dunkelgrau oder dunkelbraun, zur Erntereife hin werden die Pilze heller, also hellbraun oder auch hellgrau.

Der Anbau von Austernpilzen gelingt recht leicht, weil das Mycel sehr robust und schnellwüchsig ist. Wenn die Stämme aus der Miete geholt werden, sind sie mit weißem Mycel überwuchert und duften sehr aromatisch (nach Pilz, aber auch ein bißchen nach Minze).

Gut zu verwendendes Holz ist Buche, Pappel, Weide, Birke, Esche, Erle oder auch gesundes Obstholz. Die Hölzer sollten einen Durchmesser von mind. 18 cm bis max. 40 cm haben. Eiche ist weniger gut geeignet. Auch eine Stubbenimpfung kann durchgeführt werden. d.h. nach einer Baumfällung können Sie die im Boden verbleibenden Wurzel- oderStubbenteile impfen. Voraussetzung dafür ist, daß der Baum gesund war und der Stubben nicht in knalliger Sonne steht (für die Durchwachsphase kann man auch ein kleines Dach bauen).

Der Pilz ist auch sehr gut für die Impfung von Strohballen oder Strohpellets geeignet. Eine Kultur in Töpfen mit Strohpellets und Körnerbrut ist sehr einfach anzulegen und eignet sich fürs Haus, einen schattigen Balkon oder ein kühles Gewächshaus (Anleitung hier).

Es gibt noch zwei weitere sehr leicht anzubauende Pleurotus-Arten, und zwar in Rosa und Gelb. Der rosafarbene Typ ist der Pleurotus salmoneo stramineus oder Flamingo-Seitling. Der gelbe Typ wird auch als Pleurotus cornucopiae var. citrinopileatus, bzw. als Limonenseitling bezeichnet. Diese finden Sie unter eigenen Pilzporträtseiten.

 

Unser spezieller Tipp:

Anbau im Gewächshaus auf einer "Stroh-Holz-Kombination":

Wer Platz im Gewächshaus hat, für den ist eine Kombination aus geimpften Stämmen und Strohpelletmasse ideal.

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Frühbeet mit geimpften Stämmen

Super platzsparend ist die Anlage im zeitigen Frühjahr oder im Herbst unter einem Gewächshaustisch. Geimpft wird mit Körnerbrut statt Dübeln. Die Stämme werden sofort nach der Impfung eingegraben. Um die Stämme herum wird eine Masse von geimpften Strohpellets oder Strohmehl ausgebracht (natürlich mit der selben Brut) und ein Kasten oder Rahmen drumherum gesetzt, damit die Strohmasse nicht auseinanderfällt. Ideal dafür ist ein ausgedienter Frühbeetkasten. So ein Kasten ist auch ein recht guter Schneckenschutz.

Zum Durchwachsen wird der Kasten nach Beimpfung einige Wochen abgedeckt, bis Strohpelletmasse und Holzstämme durchwachsen sind. Wenn die ersten Pilze nach einigen Wochen erscheinen, wird der Frühbeet-Deckel abgenommen. Die Pilze brauchen dann unbedingt Frischluft.

Der “Trick” bei dieser Stroh-Holz-Kombination ist folgender: Sind die Nährstoffe aus dem Stroh verbraucht, so fruchten die Pilze anschließend aus dem Stamm. Gibt es Holzreste in der Gewächshauserde, so sind diese auch Nährstoffgrundlage für den Pilz und die Fruchtkörper wachsen sogar gelegentlich außerhalb des Kastens (s. Foto oben). Wichtig ist nur, dass die Stämme ausrichend feucht bleiben (also unbedingt nach Entfernen des Deckels regelmäßig gießen).

 

Steckbrief Austernpilz

Geschmack und Zubereitung:

Austernpilze haben keinen sehr kräftigen Eigengeschmack. Man kann sie also nach eigener Vorliebe würzen und mit Kräuten verfeinern. Der Austernpilz ist ein guter Pilz für allerlei Gerichte, ob in Sossen, für Gemüsegerichte oder mit Zwiebel und Kräutern gebraten. Größere Pilze kann man auch gut panieren.

Große und kleine Fruchtkörper werden büschelweise geerntet. Schneiden Sie die einzelnen Pilze nicht zu klein, da sie beim Kochen oder Braten wie alle Pilze stark "schrumpfen".

Der Hut des einzelnen Austernpilzes geht übergangslos in den Stiel über. Bei größeren Pilzen sollte man den festeren Stielbereich rundlich ausschneiden, da er recht zäh sein kann.

Produktion und Handel:

Neben Champignons wird er im Handel recht häufig angeboten. Die Pilze werden auf Substraten in Pilzfarmen in Deutschland und dem benachbarten Ausland produziert (besonders in den Niederlanden und Polen).

Anbau im Garten:

Gelingt leicht auf Holzstämmen und Strohballen oder Strohpellets. Fruchtet häufig im Jahr.

Unsere Produkte:
Pilzbrut und Impfdübel vom Austernpilz

 

© Nicola Krämer, Pilzbrut und Anbauberatung seit 1999