Pilzportät Braunkappe, Kulturträuschling |
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Der Hut kann im Durchmesser 10 cm groß sein (gelegentlich auch bis 20 cm). Der Pilz wächst meist in Gruppen, hierbei kann es dann
auch kleinere Pilze geben (auch “Nachzügler” nach einer Haupterntewelle). Die Lamellen sind zunächst grau und später dunkelviolett. Der Stiel ist von heller Farbe und kräftig und kann bei großen Exemplaren bis zu 10 cm lang sein.
Geerntet wird der Pilz am besten, wenn der Hut glockenförmig aufgegangen ist. Der Pilz wird samt Stiel aus dem Substrat gedreht. Es empfiehlt sich eine Ernte, bevor der Hut sich aufgestellt hat. Werden die Pilze nämlich überreif
geerntet, so können die Sporen das Blanchierwasser dunkel färben. Der Geschmack des Pilzes wird roh als rettichartig bezeichnet. Er schmeckt auch leicht nussig. Gebraten oder gekocht/gedünstet kann er es geschmacklich und optisch
durchaus mit anderen Pilzen aufnehmen. Auch der größte Teil des Stiels kann mitverarbeitet werden. Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde der Pilz und die Möglichkeit, ihn anzubauen, eher zufällig entdeckt.
Damals wurde auf der Karlshorster Rennbahn in Berlin (Ost) Kartoffeln gelagert und mit Stroh abgedeckt. Das Stroh wurde dann nach Öffnung der Mieten beiseite geschoben und auf diesen “Abfallbergen” trat der Kulturträuschling
bzw. seine Urform, der “Rotbrauner Riesenträuschling” anschließend regelmäßig und massenweise auf. Die VEG Champignonzucht in Dieskau beschäftigte sich dann mit dem erwerbsmäßigen Anbau und nannte die entwickelten Zuchtformen
zukünftig Kulturträuschling. Heute ist auch der gut passende Begriff Braunkappe weit bekannt. |
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Nicola Krämer, Hannover * Pilzbrut u. Pilzpulver seit 1999 * Home Kontakt/Disclaimer |