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Der Anbau von Austernpilzen gelingt wirklich leicht, weil das Mycel sehr robust und schnellwüchsig ist. Wenn die Stämme
aus der Miete geholt werden, sind sie mit weißem Mycel überwuchert und duften sehr aromatisch (nach Pilz, aber auch ein bißchen nach Minze). vgl. Foto rechts. Gut zu verwendendes Holz ist Buche, Pappel, Weide, Birke,
Esche, Erle oder auch gesundes Obstholz. die Hölzer sollten einen Durchmesser von mind. 18 cm bis max. 40 cm haben. Eiche ist nicht geeignet. Auch eine Stubbenimpfung kann durchgeführt werden. d.h. nach einer
Baumfällung können Sie die im Boden verbleibenden Wurzel- oderStubbenteile impfen. Voraussetzung dafür ist, daß der Baum gesund war und der Stubben nicht in knalliger Sonne steht (Für die Durchwachsphase kann man auch
ein kleines Dach bauen). Der Pilz ist auch sehr gut für die Impfung von Strohballen oder Strohpellets geeignet. Eine Kultur in Töpfen mit Strohpellets und Körnerbrut ist sehr einfach anzulegen und eignet sich für
Haus, Keller, Garten, Balkon oder Gewöchshaus ( Anleitung hier
). Wer Platz im Gewächshaus hat, für den ist eine Kombination aus geimpften Stämmen und Strohpelletmasse ideal. Super
platzsparend ist die Anlage unter einem Gewächshaustisch. Geimpft wird mit Körnerbrut statt Dübeln. Die Stämme werden sofort nach der Impfung eingegraben. Um die Stämme herum wird eine Masse von geimpften Strohpellets
oder Strohmehl ausgebracht (natürlich mit der selben Brut) und ein Kasten oder Rahmen drumherum gesetzt, damit die Strohmasse nicht auseinanderfällt. Ideal dafür ist ein ausgedienter Frühbeetkasten. So ein Kasten ist
auch ein recht guter Schneckenschutz. Zum Durchwachsen wird der Kasten nach Beimpfung einige Wochen abgedeckt, bis Strohpelletmasse und Holzstämme durchwachsen sind.  Stroh-Holz-Kulturen können im unbeheizten Gewächshaus das
ganze Jahr über angelegt werden. Wenn die ersten Pilze erscheinen, wird der Deckel abgenommen. Wärme und Feuchtigkeit im Gewächshaus sorgen für Dauerernten, mit denen Sie bald auch Nachbarn und Freunde
versorgen können. Der “Trick” dabei ist: Sind die Nährstoffe aus dem Stroh verbraucht, so wachsen die Pilze näher am Stamm und werden vom Holz mit Nährstoffen versorgt. Gibt es
Holzreste in der Gewächshauserde, so sind diese auch Nährstoffgrundlage für den Pilz und die Fruchtkörper wachsen sogar gelegentlich außerhalb des Kastens (s. Foto oben).
Im reinen Frühbeet kann man so eine “Mischkultur” auch anlegen. Hier ist im Sommer natürlich auf ausreichende Lüftung zu achten. Das Frühbeet soll auch nicht zu sonnig stehen.
Es gibt den Pleurotus auch in Farb-Varianten, insbes. in gelb oder in rosa. Der rosafarbene Typ ist der Pleurotus salmoneo stramineus oder Flamingo-Seitling. Der gelbe wird auch als
Zitronenseitling, Limonenseitling oder Pleurotus citrinopileatus bezeichnet. |